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Diceros bicornis
Das Spitzmaulnashorn, eines der am stärksten bedrohten und zugleich ikonischsten Tiere Afrikas, ist ein prähistorisch anmutendes Kraftpaket. Dank intensiver Schutzbemühungen konnte es vor dem Aussterben bewahrt werden, sodass jede Begegnung mit ihm in freier Wildbahn ein kostbares und unvergessliches Erlebnis ist.

Diceros bicornis
Nashörner durchstreifen die Erde seit über 50 Millionen Jahren und existierten bereits vor dem Menschen und den meisten modernen Säugetieren. Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) ist die kleinere und aggressivere der beiden Nashornarten Afrikas. Es zeichnet sich durch seine hakenförmige, greiffähige Oberlippe aus, mit der es Büsche und Bäume fressen kann.
Afrika ist die Heimat zweier Nashornarten: des Spitzmaulnashorns und des Breitmaulnashorns. Trotz ihrer Namen sind beide grau. „Weiß“ leitet sich vom Afrikaans-Wort „wyd“ (breit) ab und bezieht sich auf die breite, flache Lippe des Breitmaulnashorns. Die spitze Lippe des Spitzmaulnashorns ist zum Greifen von Ästen und Blättern geeignet.
Spitzmaulnashörner sind im Allgemeinen Einzelgänger und aggressiver als Breitmaulnashörner. Sie haben ein schlechtes Sehvermögen, aber ein ausgezeichnetes Gehör und einen hervorragenden Geruchssinn. Wenn sie sich bedroht fühlen, greifen sie oft zuerst an und erkunden die Lage erst später – es ist bekannt, dass sie Bäume, Felsen und sogar Fahrzeuge angreifen.
Die Wilderei von Nashörnern wegen ihrer Hörner (die wie menschliche Fingernägel aus Keratin bestehen) stellt weiterhin eine gravierende Krise im Artenschutz dar. Zwischen 1960 und 1995 sank der Bestand an Spitzmaulnashörnern von etwa 100.000 auf weniger als 2.500. Dank intensiver Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand heute auf etwa 6.400 Tiere erholt – die Art gilt jedoch weiterhin als vom Aussterben bedroht.
Zu den beliebtesten Reisezielen für Nashörner gehören das Ol Pejeta Schutzgebiet (Kenia – Heimat der letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörner), das Lewa Wildlife Schutzgebiet, der Ngorongoro-Krater (Tansania), der Kruger-Nationalpark (Südafrika) und der Etosha-Nationalpark (Namibia).
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Written and reviewed by Imara Africa Safaris’ Nairobi-based guides and safari specialists, drawing on year-round game drives across East Africa. Conservation statuses follow IUCN Red List assessments. .